In den letzten beiden Tagen liegt das Wallis unter einer dichten Nebeldecke. Ein Aufklaren ist vorerst nicht in Sicht, es herrscht Dauerregen. Die Regenfront kam mit einsetzendem Gewitter am Freitagabend und unterbrach die bis dahin lang andauernde Trockenphase mit bereits sommerlichen Temperaturen.
Die jetzige Abkühlung wird das in den letzten Tagen doch beinah explosive Wachstum der Reben abbremsen. Während der Chasselas bereits das 6-Blattstadium überschritten hat zeigt sich der Pinot Noir im Clos de Barbarie im Stadium des Knospenaufbruchs. Der Clos de Barbarie ist mit einer Höhenlage von 876 m der höchstgelegene Weinberg der Domaine de Mythopia und bildet gleichzeitig den obersten Abschluss der Weinbergsterrassen von Ayent.
Der Clos de Barbarie gehört mit weiteren kleineren Weinbergsparzellen zu den Neuerwerbungen der Domaine (siehe hier).
Die Umstellung dieser Weinbergsflächen machte einen großen Teil der diesjährigen Frühjahrsarbeiten aus. Dabei wurden erstmals Pfähle aus Akazienholz für die Errichtung der Drahtrahmen eingesetzt. Akazienholz eignet sich aufgrund seiner Härte besonders für den Einsatz als Weinbergsstickel, wobei durch die Verarbeitung als Splintholz auch ein optisch ansprechendes Erscheinungsbild hinzukommt.
Gestern sind die ersten 86 Cornalinrebstöcke gepflanzt worden, dessen Wurzeln zuvor mit verschiedenen Mykorrhizen behandelt wurden. Ziel hierbei ist, mögliche Auswirkungen auf das Wachstum der Reben zu untersuchen.
In den kommenden Tagen steht das Ausbrechen der jungen Triebe an. Dadurch soll zunächst eine gleichmäßig luftdurchlässige Laubwand erreicht werden und, im Hinblick auf die Trauben, ein optimales Menge-Güte-Verhältnis angestrebt werden.





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