Mythopia Blog




5. April 2010

Rückkehr der Mandelbäume

von Hans-Peter Schmidt Hans-Peter Schmidt

Im eisigen, langen Winter von 1956 erfroren fast alle Mandelbäume des Wallis. Nur an ganz geschützten Südhängen unten im Tal überlebten einige wenige Exemplare, doch in den Weinbergen und auf den Weiden starben die wunderschönen Frühjahrsboten aus. Bald schon behaupteten die Einheimischen, dass das Walliser Klima zu rüd für die zarten Mandelbäumchen wäre.

Erst in den letzten 5 -10 Jahren haben Walliser in verschiedenen Tälern wieder begonnen, kernechte Mandelbäumchen aus den alten Walliser Sorten heranzuziehen. Und siehe, sie wachsen, blühen und tragen erste köstliche Ernten.

Auf Mythopia blühen derzeit die ersten beiden von 15 Mandelbäumen inmitten der Reben. Für die Bienen ist es die erste frische Nahrung nach dem langen Winter. Den Nektar brauchen sie übrigens für sich selbst, weshalb es auch keinen Mandelhonig gibt.

Den höchsten Mandelbaum des Wallis haben wir vor 3 Jahren auf 1250 m an einem Südhang im Schutze eines Felsens mit besonderer Thermik gepflanzt. Seine Blüte wird sicher noch 3 Wochen auf sich warten lassen.

Während die Reben noch so tun, als würden sie schlafen, flüstern die Mandelblüten mit den schneebedeckten Gipfeln

2 Kommentare »

  1. Intéressant, où peut-on se procurer ces amandes valaisannes, ou des pêches de vignes locales ?

    Comment von Dominique Kuster — 6. April 2010 @ 15:18

  2. Die Weinbergpfirsiche können über das Delinat-Institut (www.delinat-institut.org) bestellt werden. Die Mandelkerne können im Herbst z.B. am Rhone-Ufer gesammelt werden. Vielleicht schaffen wir es, bis zum Herbst eine kleine Karte mit den Orten der alten Mandelbäume zu erstellen.

    Comment von HPS — 27. April 2010 @ 15:37

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack-URL

Einen Kommentar hinterlassen

Powered by WordPress ( WordPress Deutschland )