Die Verkostung fand in einem persönlichen Rahmen mit fünf Weinbaustudenten der FH Wiesbaden/ Dépendance Geisenheim statt.
Ausgangsidee war, den Pinot Noir ‘Clos de Myteres’ 2007 nicht als Solitär zu verkosten, sondern im Vergleich mit drei weiteren Pinot Noirs unterschiedlicher Stilistik. Die Auswahl der Weine orientierte sich lediglich an der Verschiedenheit der einzelnen Stile.
Die Weine wurden blind verkostet.
Abgesehen von dem Vertreter des internationalen Stils aus Neuseeland zeigten die Weine in ihrem Auftreten unverkennbare Pinot Noir-Aromen. Allerdings waren deutliche Unterschiede in der Charakteristik festzustellen. Bei den beiden Pinot Noirs aus dem Rheingau (Deutschland) handelte es sich um eine an französischen Vorbildern (Burgund) orientierte Variante und um eine mit einer typischen, klassisch deutschen Stilistik. Beide Weine ließen ihre unterschiedlichen Facetten deutlich erkennen und bargen damit für die Verkoster zwar Neuigkeiten aber keine Überraschungen.
Als ungewöhnlichster Wein der Probe stach der ‘Clos de Martyres’ 2007 heraus, was auch an den ersten Reaktionen, vom Zurückschrecken bis hin zu begeisternder Zustimmung, deutlich wurde. Die Meinungen näherten sich dann mit zunehmender Öffnung des Weines an. Die Typizität der Pinot Noir-Traube trat trotz der schwer zu unterscheidenden Aromenvielschichtigkeit klar hervor.
Am Ende der Verkostung waren sich alle Teilnehmer einig, dass die Antworten für den Facettenreichtum dieses außergewöhnlichen Weines nur in einer soweit wie möglich naturbelassenen Produktion zu suchen sind und dass zur Entdeckung aller Geheimnisse des ‘Clos des Myteres’ 2007 eine einzelne Flasche nicht ausreicht.




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