



Biodiversität im Weinberg - einige Richtlinien
a) Erweiterung des Zeilenabstandes auf 1,50 m bis 2,00 m (Stockdichte : 6000 bis 8000 Stöcke / Hektar)
b) Begrünung der Zeilenzwischenräume und -ränder (Mischung aus Leguminosen, Präriegräsern, Kräutern und Blumen), wodurch sowohl der Weinbergsboden verbessert als auch das natürliche Gleichgewicht für die Ansiedlung von Mikroorganismen, Insekten, Käfern, Schmetterlingen, Vögeln wiederhergestellt wird.
c) Anpflanzung von Obstbäumen an den Nord-Ost bis Nord-West Rändern (Pfirsich, Pflaume, Quitte, Mandel, Apfel).
d) Anpflanzung von Büschen sowohl am Rande als auch innerhalb des Weinberges (100 Büsche / Hektar) als Lebensraum von Schmetterlingen und Vögeln.
e) Umgestaltung der Randzonen des Weinberges zu Prärieflächen und Obstgärten.
2. Vollständiger Verzicht auf Unkrautvernichtungsmittel sowie chemische Dünger.
3. Durch die Wiederherstellung des ökologischen Gleichgewichts im Weinberg kann der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf ein Minimum reduziert werden, wobei ausschließlich biologische Fungizide und Pflanzenstärkungsmittel zum Einsatz kommen. Verzicht auf Schwefelbehandlungen.
4. Anpflanzung und Pflege von traditionellen Walliser Weinsorten (Resi, Humagne Blanc, Pinot Noir, Fendant).
5. Verbesserung der ästhetischen Anziehungskraft des Weinberges.
6. Einzel-Vinifizierung der jeweiligen Parzellen, um die jeweiligen Eigenheiten von Terroir und Klima herauszuarbeiten und die verschiedenen Maßnahmen der Biodiversifizierung zu überprüfen.
7. Natürliche Vinifizierung ohne SO2, ohne Zusatzstoffe und ohne Reinzuchhefen. Die Rotweine werden nicht gefiltert.
8 . Recycling der Flaschen, Einsatz ökologischer Korken.