



Im Angesicht der höchsten Alpengipfel schmiegt sich die Domaine de Mythopia in eine Waldlichtung unterhalb des Chateau d’Ayent. Auf einer Höhe von 720 bis 800 Metern parzelliert sich der Weinberg über eine Fläche von rund drei Hektar, die von Obstbäumen, kleinen Weideflächen, Böschungen und Blumenfeldern gesäumt und unterteilt wird. Umgeben wird der Rebberg von weiteren zwei Hektar, auf denen seltene hochstämmige Apfelsorten wachsen, unsere Bienen zu den alpinen Wildblumen ausschwärmen und aromatische Heilpflanzen für unsere Kräutertees gedeihen. Zur Verbesserung der Weinqualität diversifizieren wir das Ökosystem der Weinberge, regen natürliche Nährstoffkreisläufe an und stimulieren die biologische Aktivität der Böden.
Im Jahre 2009 wurde die Domaine Mythopia zum Forschungszentrum der gemeinnützigen Stiftung Delinat-Institut für Ökologie und Klimafarming. Praxisnah werden Methoden und Strategien für einen ökologisch und wirtschaftlich nachhaltigen Qualitätsweinbau entwickelt und die Grundlagen für eine klimapositive Landwirtschaft mit hoher Biodiversität erforscht. Ausführliche Informationen über die Forschungstätigkeiten des Delinat-Instituts finden Sie in unserem Ithaka-Journal sowie auf der Webseite des Instituts.
In Mythopia spielen Geigen und Grillen, fliegen Dutzende Schmetterlingsarten, springen Heuschrecken durch Gräser und Blumen, duftet es nach Oregano, Thymian, Wermut, Minze. Nur in naturnah bewirtschafteten Weinbergen mit gesunden Böden können ausdrucksstarke und charaktervolle Weine entstehen. Das Terroir, also das Zusammenspiel
von Geologie, Klima, Topographie und Böden, kann nur in Weinbergen mit hoher Biodiversität seinen vollkommenen Ausdruck entwickeln.
In sieben unterschiedlichen Lagen werden Pinot Noir, Gamay, Fendant und Resi angebaut, die im traditionellen Steinkeller vollkommen natürlich vinifiziert und nach mindestens einjähriger Lagerung auf der Flasche oder in ausgereiften Eichenholzfässern ungefiltert abgefüllt werden.